Site_Header_01 Site_Header_02 Site_Header_03 Site_Header_04

Spendenbrief

Wir sind gefragt, wenn es in dunkler Zeit um Lichtblicke geht.

Das Leben eines Kindes verändert sich schlagartig, wenn Mutter oder Vater, Schwester, Bruder oder ein naher Angehöriger an Krebs erkrankt und Heilung immer unwahrscheinlicher wird.

Clarissa (Name geändert) war sechzehn, als ihr Vater mit der Diagnose einer schweren Krebserkrankung konfrontiert wurde. Sie ist die älteste von drei Geschwistern. Vier Jahre lang, bis zum Tod ihres Vaters, lebte Clarissa zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Eine harte Zeit, in der sich alles in der Familie veränderte.

Das Mädchen tat, was getan werden musste: sie versorgte den Haushalt, tröstete die Geschwister, die Mutter und den Vater. Es gab niemanden, der ihr selbst zur Seite stehen konnte. Ein Jahr vor dem Abitur gab Clarissa die Schule auf, sie verlor Freundschaften und ihre sozialen Bezüge. Clarissa wachte allein zu Hause über ihre traurige Familie.

Heute sagt Clarissa: Diese Kinder und Jugendlichen darf man nicht einfach vergessen. Sie brauchen dringend Hilfe und Kontakte außerhalb der Familie, Menschen, denen sie vertrauen und mit denen sie sprechen können, Lichtblicke in dunkler Zeit.

Clarissa, Peter, Leon, Vivien und wie sie alle heißen: in Deutschland rechnet man mit mindestens 150 000 Kindern und Jugendlichen, die als „ pflegende Angehörige“ ihre krebskranken Eltern und Geschwister begleiten und unterstützen. Sie helfen mit oder sind- oft bei allein erziehenden Eltern- ganz allein für die Bewältigung des Alltags und pflegerische Aufgaben verantwortlich. Sie kümmern sich, trösten, sorgen für Abwechslung, zeigen Verständnis, nehmen Rücksicht, halten am Krankenbett Wache. Ihre eigene Not bleibt meistens verborgen.

Viele dieser Kinder schweigen, fressen den eigenen Kummer und große Ängste in sich hinein. Sie fürchten sich vor Distanzierung und den Vorurteilen der Umgebung, auch davor, die Schule nicht mehr zu schaffen und vor allem quält sie die Angst, dass irgendwann in naher Zukunft der Mensch, den sie so lieben, tot sein wird. Eigentlich wünschen sie sich nur in irgendeine erträglichere „Normalität" zurück, wollen eine heile Familie bleiben und vor allem nicht „ anders“ als andere Kinder sein.

Seit dem Start im Jahre 2001 ist das Projekt PEGASUS in Bremen eine Art Lichtblick für diese Kinder und Jugendlichen. Hier bekommen sie einen Raum, in dem sie mit ihren besonderen Sorgen, Problemen und Fähigkeiten gesehen werden und können im Austausch mit anderen Gleichaltrigen erkennen, dass sie mit ihrer außergewöhnlichen Lebenssituation nicht allein stehen.

Vor allem erleben sie Erwachsene, die ihnen mit Respekt begegnen, in allen Etappen der Begleitung verlässlich sind und mit menschlicher wie therapeutischer Kompetenz zur Seite stehen.

In Gesprächen und vor allem durch die Musiktherapie wachsen in der Gruppenarbeit der PEGASUS-Kinder Mut, Vertrauen und Kraft, trotz schwieriger Umstände das Leben meistern zu können. Inzwischen versuchen auch die PEGASUS-Eltern sich gegenseitig zu stärken und es ihren Kindern nachzumachen.

Das Angebot von PEGASUS wird in Bremen von betroffenen Familien immer häufiger in Anspruch genommen. Der Erfolg des Programms hat dazu geführt, dass das Projekt wieder in die ursprünglichen Räume der Bremer Krebsgesellschaft gezogen ist, um seine Arbeit räumlich und inhaltlich auszubauen und das Angebot für die Kinder und Jugendlichen noch spezifischer an ihren unterschiedlichen Bedürfnissen auszurichten.

Die Projektarbeit für die betroffenen Kinder ist kostenfrei und soll es auch bleiben. Um sie durchzuführen, brauchen wir weiter wie bisher finanzielle Unterstützung von außen: für Musikinstrumente, für Bücher und auch für die Finanzierung von Werkverträgen, mit denen die musik- und kunsttherapeutische Arbeit gesichert werden kann.

Wir wollen in Zukunft unsere Aufmerksamkeit noch mehr auf die Öffentlichkeitsarbeit richten. Über Projektangebote wie PEGASUS hinaus brauchen wir in Schulen und anderen pädagogischen Einrichtungen, in Familien und Nachbarschaften, in Politik und Gesellschaft eine höhere Sensibilität für Kinder, Jugendliche, Eltern und Angehörige in schwierigen Lebenslagen wie der Konfrontation mit schwerer Krankheit, Sterben und Tod. Es geht uns alle an!

In den letzten Jahren konnte das Projekt mit großzügiger Unterstützung zahlreichen Kindern und jungen Menschen, die noch am Anfang ihres Lebens stehen, eine sinnstiftende Perspektive im Umgang mit ihrem Schicksal geben.

Das Flügelross Pegasus, so schildert die griechische Mythologie, stieg zum Himmel auf und wurde zu einem Sternbild.

Helfen Sie mit Ihrer Spende, aus Sternbildern Lichtblicke für kleine und große Menschen zu machen, die durch dunkle Zeiten wandern und unsere liebende Achtsamkeit brauchen.

Spendenkonto:

Bremer Krebsgesellschaft e.V.

Sparkasse Bremen
IBAN: DE43 2905 0101 0080 6518 54
BIC:   SBREDE22XXX

Kennwort: PEGASUS

Aktuelles

Neu: Pegasus-Treff

Neu: Pegasus- Treff für Eltern und Angehörige von Kindern und Jugendlichen in deren Familien Eltern oder Geschwister an Krebs erkrankt sind

Weiterlesen...